Samstag, 25. Februar 2017

Noch mehr Überwachung

Da sitzt man am vollüberwachten WG-PC (Rahmenbedingungen hier näher beschrieben) und dann guckt auch noch der neugierige Mitarbeiter zwei mal durch das Fenster, das den "PC-Raum" und das Teamzimmer trennt und guckt, was ich mache (mit Kopfhörern Musik hören und bloggen).

Paranoid wie ich bin, vermute ich erst eine Verschaltung der Monitore. Vermutlich kann er genau sehen, wo ich mich gerade aufhalte. Als er durch´s Fenster schaut, verwerfe ich die Theorie Hypothese aber gleich wieder.

Sicherlich wird er sich aber notieren, wie lange ich am PC hocken und mich konzentrieren kann. Hier wird alles überwacht und auf eventuelle Arbeitsfähigkeiten zerpflückt.

"Sie gärtnern gerne? [Anmerkung von mir: Habe die Pflanzen auf dem Fensterbrett gegossen] Dann wäre das Praktikum in der Gärtnerei doch was für Sie."

"Schreiben Sie die Mail doch gleich hier... Sie sind aber ganz schön fit am PC."

Strickzeug vergessen- "ich hab' mir das mal angeschaut [sacht der "Sozialmitarbeiter"- nicht die Arbeitstherapeutin]- Sie stricken sehr gleichmäßig. Dafür muss man sich gut konzentrieren können."

"Ich müsste das an die AOK faxen"- "Sie haben aber einen guten Überblick über Ihre Unterlagen."(Hä?)

Man erfragt meine Hobbys (z.B. Tiere) und bringt mich mit lustigen Tiergeschichten zum Lachen --> ich sei emotional schwingungsfähig (fragt mich nicht, was das heißt)

usw.
usw.

Sie wollen ständig Gespräche und zerpflücken dann alles. Ich weiss nicht, was ich davon halten soll.
Man liegt ständig auf dem Sezierzisch irgendwie.
Mir macht das Angst. Nicht nur, aber es ist einfach unangenehm. Irgendwie eine andere Qualität als in der Klinik.

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