Mittwoch, 30. November 2016

Innere Leere

Letzter Tag in der Tagesklinik und bevorstehende Aufnahme in der RPK. Viele Abschiede stehen mir bevor. Vom Freund, von den Haustieren, vom Psychologen und den Krankenschwestern, von den Mitpatienten.

Mit "Trennungen" hab' ich es ja nicht so. Werde ich weinen? Wird es Drama geben, Aufregung?
Nein, da ist nur diese dumpfe Leere, diese leergewischte graue Wand in meinem Inneren.
Ich weiß nicht, wie es mir geht. Ich kann es nur ahnen.

"Du bist aufgedreht, ne?", fragt P., als ich sie begrüße.
Ich weiß es nicht. Aber ich lache und scherze.

"Weinst du?", fragt T., als wir über den Abschied sprechen.
Ich weiß es nicht, meine Augen sind trocken.

"Wissen Sie, woran es liegen könnte?", fragt der Psychologe.
"Ich kann es nur logisch herleiten. Mit Abschieden hab' ich es ja nicht so. Vielleicht ist das gerade zu viel."- Er nickt.

Hinschauen, fühlen... Der Angst vor den Gefühlen begegnen, Gefühle identifizieren... Es gibt immer noch viel zu tun.

Kommentare:

  1. Aber die Gefühle sind da und wollen wahrgenommen werden. Wenn die Gefühle nicht kommen, nur die Ratio sagt "du musst jetzt lachen/weinen usw." ist es noch ein viel weiterer Weg ;)

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  2. Ich hoffe es gehe dir einigermassen gut in der RPK...

    Lieben Gruss dalass
    Anne

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  3. Hey, ich hoffe es geht dir einigermaßen gut und du kommst dort zurecht. Wäre schön, wenn du ein kurzes Lebenszeichen geben könntest. Ich mach mir ein bisschen Sorgen um dich.

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  4. Ich vermisse neue Posts Frau Eremitin.
    Gibts auf Reha kein Lan? Ich habe vergessen meine Frau Schwiegermutter das letzte mal danach zur fragen..

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